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Umstellung auf neue Bildungsverordnung Informatiker/-in EFZ

Markus Nufer, Präsident OdA ICT Bern

Wir gehen heute davon aus, dass per 1. Januar 2014 die revidierte Bildungsverordnung (BIVO) für Informatikerinnen und Informatiker mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (Informatiker/-in EFZ) in Kraft gesetzt wird. Vorbehalten bleibt der Ausgang der offiziellen Anhörung durch die zuständige Bundesbehörde (SBFI) bei den Kantonen und weiteren Vernehmlassungsteilnehmern.

In der aktuellen Version der BiVo sind für uns zwei wichtige Anliegen noch nicht berücksichtigt: "Anschlusslösung EBA" und "Wie weiter mit dem Supporter?" - Wir setzen uns weiterhin dafür ein.

Anfang Juni haben Sie eine erste Information betreffend der neuen BIVO per Mail erhalten. Sie finden dieses Schreiben und weitere wichtige Unterlagen und Links auf unserer Webseite (www.oda-ict-bern.ch/bivo2014).

Mit diesem zweiten Informationsschreiben wollen wir Ihnen vor allem mit Hinblick auf die Selektion der Lernenden für den Lehrstart 2014 weitere wichtige Informationen geben. Die Auswirkungen der neuen BIVO sind mit wenigen Ausnahmen für Sie als Betrieb nicht gross.

3 Fachrichtungen statt 4 Schwerpunkte

Die drei Fachrichtungen sind Applikationsentwicklung, Systemtechnik und Betriebsinformatik. Je Fachrichtung regelt ein Bildungsplan den Einsatz in der betrieblichen Praxis. Sie finden die aktuellen Bildungspläne unter oben angegebenem Link. Die Berufsfachschule (GIBB) wird alle Fachrichtungen anbieten.

Bereits bei Ausstellung des Lehrvertrages muss die Fachrichtung angegeben werden.

Welche Fachrichtung passt zu unserem Betrieb?

Im Vergleich zu den bestehenden Schwerpunkten Applikation und Systemtechnik schärft die Fachrichtungen Systemtechnik und Applikationsentwicklung das jeweilige Berufsbild.

Prüfen Sie anhand der Bildungspläne, welche Handlungskompetenzen Sie in Ihrem Betrieb abdecken. Wenn Sie nach heutiger BIVO Support-Lehrstellen anbieten, prüfen Sie ob Sie zukünftig Betriebsinformatiker ausbilden können. Alternativ dazu gibt es noch die Ausbildung zur Informatikpraktikerin EBA, bzw. zum Informatikpraktiker EBA.

Aktuell läuft eine Umfrage von ICT Berufsbildung Schweiz, um den Bedarf nach einem Ersatz für den Schwerpunkt Support zu erheben. Sie finden die Umfrage unter dem folgenden Link: Umfrage.

Was bedeutet das für die Selektion auf Lehrstart 2014?

Informieren Sie die Schüler über die neue BIVO und die damit einhergehende Wahl der Fachrichtung bereits zum Lehrstart. Durch die Gleichwertigkeit der Fachrichtungen sind die schulischen Anforderungen für alle gleich.

Entscheidend sind nicht alleine die Noten, auch nicht ob es sich um Real- oder Sekundarschüler handelt. Viel wichtiger ist es, und das wissen Sie bereits, was die Schüler für einen Ehrgeiz haben und wie motiviert sie sind. Auch die Neugier, ein gutes soziales Umfeld und der innere Antrieb, Neues begeistert anzugehen, sind mindestens genauso wichtig. Achten Sie allgemein auf Sozial-, Selbst- und Methodenkompetenzen.

Brauche ich eine neue Bildungsbewilligung?

Betriebe welche über eine Bildungsbewilligung für den Schwerpunkt Systemtechnik oder Applikationsentwicklung verfügen werden automatisch die entsprechende Bewilligung für die neuen Fachrichtungen Systemtechnik, bzw. Applikationsentwicklung erhalten. Diejenigen Betriebe welche nur über eine Bewilligung für den Schwerpunkt Support verfügen, werden durch das Mittelschul- und Berufsbildungsamt neu abgeklärt.

Sind Fachrichtungswechsel möglich?

Durch das Sockellehrjahr (einheitliches 1. Lehrjahr) besteht die Möglichkeit einen Fachrichtungswechsel im 1. Lehrjahr vorzunehmen, falls der Betrieb über die entsprechenden Bildungsbewilligungen verfügt.

Wie geht es weiter mit der neuen BIVO?

Die Bildungspläne sehen für die Berufsfachschule 8 und für die überbetrieblichen Kurse 3 Wahlpflichtmodule vor. Die Wahlpflichtmodule werden von der OdA in Absprache mit den Betrieben, den üK-Anbietern und der Berufsfachschule für den ganzen Kanton fix bestimmt. Die OdA wird Sie in Form einer Umfrage beim Bestimmen einbeziehen.

Wir sind uns bewusst, dass mit der Einführung der neuen BiVo bei der Berufsfachschule, den üKs und den Lehrbetrieben im Kanton Bern einige Umstellungen nötig sind. Entsprechend waren wir zu Beginn auch skeptisch und haben unsere Bedenken gegenüber der nationalen OdA auch eingebracht. In wichtigen Punkten wurden unsere Einwände berücksichtigt und sind in die überarbeitete BiVo eingeflossen.

Trotzdem kommen mit der Umstellung einige Herausforderungen auf die ICT-Berufsbildung im Kanton Bern zu, die es in den nächsten Monaten zu bewältigen gibt - wie zum Beispiel auch der wegfallende Schwerpunkt Support oder die Auswahl und Erarbeitung der neuen Module.

Die OdA ICT Bern freut sich, Sie im Zusammenhang mit der Ausbildung von Lernenden und der Umsetzung der neuen BiVo zu unterstützen. Zögern Sie nicht, mit uns in Kontakt (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) zu treten. Gerne nehmen wir Ihre Fragen entgegen und ergänzen damit unser FAQ auf unserer Webseite.

Neues aus der ICT-Berufsbildung

Angebot und Vorteile im Verein OdA ICT Bern

Peter Schmid, Vorstand OdA ICT Bern, PR & Mitgliedermarketing

Der Verein OdA ICT Bern bietet allen Informatikbetrieben wertvolle Dienstleistungen an, egal ob sie Lernende ausbilden oder nicht.

Das Angebot:

  • Unterstützung bei Problemen im Zusammenhang mit der neuen Bildungsverordnung,
  • Beratung bei Ausbildungsfragen,
  • Vergünstigte Dienstleistungen der OdA ICT Bern,
  • Einbinden in ein Netzwerk mit Informatik-Partnern, z.B. durch Teilnahme an unseren Mitgliederversammlungen,
  • Möglichkeit, in Kommissionen und Fachausschüssen die ICT-Berufe weiterentwickeln,
  • Unentgeltlicher Firmenauftritt auf der Vereins-Website,
  • Kostengünstiger Beitritt, usw.

Interessiert? Detailinformationen finden Sie auf unserer Homepage.

Ausblick Swiss Skills Bern 2014

Julien Hautle, Vorstand OdA ICT Bern, Kommunikation

Vom 17. bis 21. September 2014 treffen sich in Bern die besten jungen Schweizer Berufsleute aus über 130 Berufen zu einem Grossanlass mit spitzensportlicher Note. An den ersten gemeinsamen Berufsmeisterschaften werden in rund 80 Berufen die Schweizer Meister gekürt. An den SwissSkills Bern 2014 werden nicht weniger als 1‘000 Wettkämpferinnen und Wettkämpfer teilnehmen.

Mittendrin werden auch jeweils 30 Teilnehmer der drei verschiedenen ICT-Trades dabei sein. Der Verein OdA ICT Bern ist für den Stand- und Meisterschaftsbetrieb vor Ort zuständig und bereits jetzt mit der Planung dieses Grossanlasses beschäftigt. Firmen, welche gezielt die ICT-Meisterschaften in Bern unterstützen möchten, können sich bei Jörg Aebischer (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) melden. Wer sich persönlich rund um den Stand engagieren möchte, ist natürlich ebenfalls sehr willkommen. Bei Interesse können Sie sich an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wenden.

Alle Informationen zum Grossanlass finden Sie auf www.swissskillsbern2014.ch. Wir freuen uns darauf und hoffen natürlich, dann eine Schweizermeisterin, einen Schweizermeister aus dem Kanton Bern feiern zu dürfen. Die erste Hürde können Ihre Lernenden im Rahmen der Regiomeisterschaften im Februar 2014 nehmen - weitere Informationen dazu folgen.

Agenda

  • Lehrabschlussfeier QV 2013
    3. Juli 2013, 16.30 Uhr, Bern
  • open day ICT-Schweizermeisterschaften 2013
    24. Oktober 2013, Forum IBM, Zürich-Altstetten
  • Mitgliederversammlung November 2013
    26. November 2013, 16.00 Uhr, Bern
  • Mitgliederversammlung April 2014
    23. April 2014, 16.00 Uhr, Bern
  • swiss skills Bern 2014
    17. bis 21. September 2014, Bern

Auf der Terminliste mit Zusatzinformationen finden Sie auch in Zukunft alle aktuellen Anlässe.

Portrait: Markus Studer

In jeder Newsletter-Ausgabe stellen wir Ihnen kurz eine Person vor, welche sich für die ICT-Berufsbildung im Kanton Bern einsetzt. Heute: Markus Studer, Organisator der ICT-Regiomeisterschaften.

Markus Studer betreut seit der Anfangsphase der ICT-Berufsmeisterschaften die Durchführung der regionalen Vorausscheidung an der gibb. Die Regiomeisterschaften sind die erste Hürde auf dem Weg zu nationalen und internationalen Wettbewerben für Lernende mit Ambitionen. Sie ermöglichen auch den Vergleich der Lernenden mit anderen Firmen und testen die Kompetenzen der Teilnehmer auf einer breiten Basis. Markus Studer ist Informatiklehrer an der gibb und betreut die Berufsmeisterschaften auf ehrenamtlicher Basis.

  • Warum liegen dir die Berufsmeisterschaften am Herzen?

    Während meiner Studienzeit habe ich selber an einem Wettbewerb teilgenommen und wurde mit dem Technologie-Standort-Schweiz-Preis ausgezeichnet. Ich weiss daher, welche Freude und Motivation eine solche Auszeichnung mit sich bringt. Ich weiss auch, welche wertvollen Erfahrungen, spannenden Kontakte und ökonomisch wirksame Türöffner in der Folge damit verbunden sind.
    Zudem ist es mir berufsbedingt ein Anliegen, jedem Jugendlichen, der bereit ist, viel oder mehr zu leisten, die Gelegenheit zu geben, dies auch zeigen und beweisen zu können: Dazu sind nationale und internationale Wettbewerbe das beste Instrument.
    Drittens hoffe ich natürlich immer, dass wir Berner einen Schweizermeister hervorbringen und in der Weltmeisterschaft gut abschneiden. Erfolg verpflichtet und garantiert, dass wir mit unserem Wissen und Können auf einem auf einem hohen Niveau bleiben. Am Rande vermerkt: Der Kanton Bern stellt an der gerade derzeit ausgetragenen Berufsweltmeisterschaft in Leipzig ein Viertel der ganzen Schweizer-Delegation.
  • Wie muss man sich den Ablauf der Regiomeisterschaften genau vorstellen?

    Jeder Kanton bestimmt den Zeitpunkt der Durchführung selber. Einige Kantone führen den Wettbewerb flächendeckend durch. In Bern versuchen wir diejenigen Lernenden zu erreichen, die das Potential haben, sich weiter zu qualifizieren und legen den Termin zur Durchführung in eine für die Lernenden möglichst stressfreie Zeit, d.h. ohne SVA, IPA, BMS-Prüfungen oder anderen Schlussprüfungen. 
    Die Prüfung findet normalerweise Mitte Nachmittag statt und dauert genau drei Stunden. Es sind keine Unterlagen erlaubt und das Internet steht nicht zur Verfügung; allerdings werden mit den Aufgaben Standardumgebungen und Dokumentationen mitgeliefert. Der Kandidat braucht sich auf diese Prüfung nicht vorzubereiten, aber es ist empfehlenswert, wenn er sich vor der Anmeldung die Aufgaben früherer Jahre ansieht, um sich ein Bild der Themen machen zu können: Aufgaben findet man auf der Webseite von ICT Berufsbildung Schweiz.
  • Wer liefert und korrigiert die Aufgaben?

    Bis anhin hat Alfred Breu (ICT Berufsbildung Schweiz) mit einem Team die jeweiligen Aufgaben vorbereitet. Weil wir mit unserem Termin jeweils der erste Durchführungsort sind, spielen wir auch die Pilotrolle. Unsere Fehlerkorrekturen und Modifikationen geben wir an die Ersteller zurück. Die gelösten Aufgaben werden seit einigen Jahren zentral in Zürich von einem nationalen Expertengremium korrigiert.
  • Wie bist du zu deiner Rolle als Organisator der Regionalmeisterschaften gekommen?

    Ich wurde angefragt abzuklären, ob die gibb über die nötige Infrastruktur (technisch, räumlich und personell) verfügt, um einen solchen Wettkampf durchführen zu können. Ich habe die Frage positiv beantwortet und wollte nachher natürlich für meinen Entscheid geradestehen.
  • Wo siehst du Herausforderungen rund um die ICT-Berufsmeisterschaften?

    Es ist schade, wenn fähige Leute nicht daran teilnehmen, nur weil wir es nicht schaffen, die Informationen genügend motivierend zu kommunizieren, oder weil sie davon gar nichts gehört haben oder der Lehrbetrieb sie nicht hat gehen lassen. Ich habe in einigen Klassen, wo ich potentielle Kandidaten wusste, nachgefragt, warum sie nicht teilgenommen hätten. Jeder der oben genannten Gründe kam mehrmals vor, natürlich fühlten sich etliche auch nicht fit genug.

    Eine andere Herausforderung liegt in den Aufgaben selber: Diese sind jeweils nur für eine Technologie und damit nur für bestimmte Zielgruppen geschrieben. Die Applikationsaufgaben erfordern PHP- und MySQL-Kenntnisse, die Systemaufgaben sind CISCO-lastig und die Officeaufgaben können nur mit Microsoft-Umgebung und VBA gelöst werden. Gute Kandidaten, die hauptsächlich in andern Umgebungen arbeiten, zB. ASP, Java, C#, Nicht-Cisco-Produkten und Open-Office haben keine Chancen in den Vorausscheidungen.

    Eine besondere Herausforderung ist es schliesslich, Kandidaten, die in den regionalen Ausscheidungen gute Plätze erzielt haben, dann wirklich auch zur Teilnahme an der Schweizermeisterschaft zu bewegen. Ich habe festgestellt, dass Lernende im 4. Lehrjahr, die an die Schweizermeisterschaft eingeladen wurden, oft fehlen: Militär, Statuswechsel, Betriebswechsel, Weiterbildung, Betreuung und Erreichbarkeit sind vermutlich die häufigsten Ursachen. Es gilt daher auch vermehrt Lernende im 3. Lehrjahr zu motivieren, so dass sie vom Lehrbetrieb bis zum Herbst, dem Zeitpunkt der Schweizermeisterschaft, weiter betreut werden können.
  • Wie und wo profitiert auch der Lehrbetrieb von einem Engagement an den Berufsmeisterschaften?

    In erster Linie um ihren Lernenden diese Chance zu ermöglichen. Natürlich auch aus Eigeninteresse, gemäss dem Werbekonzept "Tu Gutes und sprich darüber". Wenn hier Gutes entsteht, müssen die Firmen nicht darüber sprechen, das geschieht automatisch.
  • Und zum Schluss eine kurze Prognose: Wie viele Teilnehmenden erwartest du an der Regiomeisterschaft 2014? Schliesslich geht es um die Qualifikation für die Swiss Skills Bern 2014.

    Wir haben letztes Jahr gegenüber dem Vorjahr die Teilnehmerzahl um 50% steigern können. In absoluten Zahlen ausgedrückt, bedeutet dies eine Steigerung von 20 Teilnehmern auf 30. Der Kanton Bern stellt regelmässig mehr als 20% aller Kandidaten einer Schweizermeisterschaft. Mir scheint es möglich und es wäre wünschenswert, dass jeder vierte Teilnehmer aus dem Kanton Bern stammen könnte und daher ist es nicht wichtig, wie viele an die Vorausscheidungen antreten; aber sicher alle Guten!

Kontakt

Alle Vorstandsmitglieder, entsprechende Aufgabenbeschreibungen und E-Mailadressen finden Sie auf unserer Kontaktseite. Falls Sie Ihr Anliegen nicht direkt einer Ansprechsperson im Vorstand zuordnen können, steht Ihnen unsere Geschäftsstelle (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, +41 79 264 02 59) gerne zur Verfügung.