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Lehrvertragsauflösung: Eine zweite Chance geben

Mittelschul- und Berufsbildungsamt (MBA), Erziehungsdirektion des Kanton Bern

2010 wurden im Kanton Bern 86 Lehrverträge von Informatiker/-innen EFZ aufgelöst. Die meisten betroffenen Jugendlichen möchten ihre Lehre fortsetzen. Sie hoffen auf einen Lehrbetrieb, der ihnen eine zweite Chance gibt und darin selber eine Chance sieht.

Es gibt viele Gründe, die zur Auflösung eines Lehrverhältnisses führen. Die Lehrbetriebe vernachlässigen ihre Ausbildungspflichten; die Lernenden genügen den Anforderungen des Betriebs und der Berufsfachschule nicht; das Verhältnis zwischen Lernenden und Berufsbildenden ist zerrüttet - warum auch immer. Andere Lernende verlieren den Ausbildungsplatz, weil ihr Lehrbetrieb in wirtschaftlichen Schwierigkeiten steckt. So oder so: Lehrvertragsauflösungen sind für die Lernenden ein kritischer Moment. Sie laufen Gefahr, den Wiedereinstieg zu verpassen und letztlich ohne Berufsabschluss dazustehen.

Dieses Szenario muss verhindert werden. Erstens, weil es die Zukunftsperspektiven der Betroffenen massiv beeinträchtigt und zweitens, weil der ITC-Branche gefragte Fachkräfte verloren gehen. Tatsache ist: Viele der betroffenen Jugendlichen sind hoch motiviert und wollen ihre Ausbildung unbedingt abschliessen. Sie verdienen eine zweite Chance und sind dankbar für jeden Lehrbetrieb, der ihr Dossier unvoreingenommen prüft und die Umstände der Lehrvertragsauflösung sorgfältig analysiert.

Schnuppertage schaffen Klarheit

Zur Analyse gehört neben einem ausführlichen Gespräch unbedingt mehrere Schnuppertage. Erst unter den Bedingungen des Arbeitsalltags wird sichtbar, ob die Lernende bzw. der Lernende und der Betrieb zusammenpassen. Beide Seiten können sich ein fundiertes Urteil bilden und eine Vertrauensbasis aufbauen – eine unabdingbare Voraussetzung für jedes Lehrverhältnis. Wichtig sind auch eine ungeschönte Standortbestimmung und klare Zielvereinbarungen. Als Ausgangspunkt dienen die bisherigen Leistungen in der Berufsfachschule und den überbetrieblichen Kursen. Auf dieser Grundlage kann entschieden werden, ob die berufliche Grundbildung ohne Änderungen übernommen werden kann oder eine Verlängerung der Lehrzeit um ein Jahr sinnvoll ist. Erst wenn diese Punkte geklärt sind, sollte der Lehrvertrag unterschrieben werden.

Beide Seiten können gewinnen

Selbst wenn das neue Lehrverhältnis sorgfältig vorbereitet wurde, können Unsicherheiten und Probleme auftreten. Diese zeigen sich in der Regel während der dreimonatigen Probe-zeit. Im Zweifelsfall kann die Frist beim Mittelschul- und Berufsbildungsamt auf 6 Monate verlängert werden. Muss das Lehrverhältnis trotz aller Vorkehrungen wieder aufgelöst werden, ist ein offenes Gespräch wichtig. Die Lernenden sollen Klarheit über die Gründe haben, die zur erneuten Lehrvertragsauflösung geführt haben. Nur so können sie die nötigen Schlüsse für die Zukunft ziehen.

Dieser "worst case" dürfte aber die Ausnahme bleiben, sofern das oben skizzierte Vorgehen eingehalten wird. Wahrscheinlicher ist, dass am Ende der Lehrzeit beide Seiten als Gewinner dastehen. Die Lernenden haben ein Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis in der Tasche und sind bestens auf das Berufsleben vorbereitet. Dem Lehrbetrieb winkt die Chance, eine bewährte Fachkraft fest anzustellen und so Rekrutierungs- und Einarbeitungskosten zu sparen. Eine Win-Win-Situation also, in der die einstige Lehrvertragsauflösung bestenfalls eine Fussnote darstellt.

Anpassung unserer Mitgliederversammlungen

Julien Hautle, Leiter Kommunikation Verein OdA ICT Bern

Wir möchten aus den Erfahrungen der vergangenen vier Mitgliederversammlungen lernen und werden im Hinblick auf das Vereinsjahr 2012 den Rythmus und den Aufbau unserer Anlässe anpassen.

Wie bisher wird es jährlich zwei Mitgliederversammlungen geben, wobei an einer Versammlung ausschliesslich statuarische Geschäfte behandelt werden. Diese "Hauptversammlung" wird jeweils im November stattfinden und es so ermöglichen, dass die Mitglieder vor Beginn des neuen Jahres über das Budget abstimmen können. Die zweite Versammlung, welche im April angesetzt wird, wird zweigeteilt. Für den ersten, kürzeren Teil sind unsere Mitglieder aufgefordert, die Jahresrechnung des Vorjahres zu prüfen und dem Vorstand wenn möglich die Décharge zu erteilen. Nach einer kurzen Unterbrechung mit Apéro beginnt der Teil mit Referenten, welcher anschliessend Möglichkeiten zu einer offenen Diskussion bietet. Bei diesem Teil sind auch Nichtmitglieder herzlich willkommen.

Die Themen für den offenen Teil sollen den Anforderungen der Vereinsmitglieder gerecht werden. Deshalb würden wir uns über die Zusendung Ihrer Themenvorschläge freuen. Ziel ist die fortlaufende Führung eines Themenspeichers. Folgende Ideen wurden durch den Vorstand zusammengetragen:

  • Lohn und zusätzliche Entschädigungen
  • Lehrabbruch
  • Rekrutierung
  • Reaktionen auf die demografische Entwicklung

Bitte senden Sie Ihre Vorschläge und Themen an Julien Hautle, Leiter Kommunikation (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!). Gewünschte Themen werden gesammelt und zu Paketen zusammengefasst. Im September wird der erste Themenabend stattfinden, alle interessierten Personen sind an diesem Anlass eingeladen.

Bitte reservieren Sie sich folgende Termine im Zusammenhang mit dem Verein OdA ICT Bern:

  • Donnerstag, 7. Juli 2011, ab 16.30: Lehrabschlussfeier QV 2011
  • Donnerstag, 1. September 2011, 16.00: 5. Mitgliederversammlung (Infoanlass)
  • Donnerstag, 10. November 2011, 16.00: 6. Mitgliederversammlung (alle statuatischen Geschäfte, ohne Rechnung & Décharge 2011)
  • Donnerstag, 26. April 2012, 16:00: 7. Mitgliederversammlung (Rechnung und Décharge 2011, anschl. Infoanlass)
  • Donnerstag, 5. Juli 2012, ab 16.30: Lehrabschlussfeier QV 2012

Die Mitgliederversammlung vom 8. März 2012, welche via Webseite kommuniziert wurde, findet NICHT statt.

Rückblick auf die 4. Mitgliederversammlung

Julien Hautle, Leiter Kommunikation Verein OdA ICT Bern

Am Montag, 7. März 2011 haben sich mehr als die Hälfte von den über 100 eingeschriebenen Mitgliedern als Vertreter/innen von Ausbildungsunternehmen und Bildungsinstitutionen für die vierte Mitgliederversammlung versammelt.

Neben Informationen aus dem Vorstand und statutarischen Geschäften standen zwei Referate auf dem Programm: Beat Müller stellte das Konzept und die Vorzüge des seit 2004 existierenden Lehrstellenverbundes vor und Markus Nufer erläuterte, welche konkreten Massnahmen gegen den sich abzeichnenden Fachkräftemangel national und kantonal ergriffen werden.

Hanspeter Linder begrüsste die Mitglieder und Gäste, insbesondere den Vertreter des MBA, Reto Trachsel und die Referenten Philipp Schmutz, Dr. Erich Wyler und Dr. Jürgen Holm. Er forderte die Teilnehmenden auf, weiterhin Mitglieder in ihrem Umfeld zu werben.

Hier finden Sie den zweiseitigen Bericht von der Mitgliederversammlung und die vollständige Präsentation: